Der Fahrzeugmarkt wird zunehmend vielfältiger. Neben Benzin und Dieselfahrzeugen arbeiten professionelle Umrüster immer häufiger mit Hybridfahrzeugen, Plug in Hybridfahrzeugen und vollelektrischen Plattformen. Für den Umbau zum rollstuhlgerechten Fahrzeug besteht die entscheidende Veränderung nicht allein in der Einführung neuer Antriebssysteme. Relevant ist vor allem die wachsende Zahl technischer Fahrzeugvarianten, für die Umbausysteme konstruiert, geprüft, genehmigt und dokumentiert werden müssen.

Dieser Artikel erläutert, wie sich diese Vielfalt auf die Konstruktion, den Genehmigungsumfang, die Produktdefinition und die reproduzierbare Montage auswirkt. Zudem wird aufgezeigt, weshalb diese Elemente bereits zu Beginn der Entwicklung aufeinander abgestimmt werden müssen.

Warum beeinflussen Fahrzeugvarianten Umbausysteme für rollstuhlgerechte Fahrzeuge?

Jede Fahrzeugplattform und jede Antriebsvariante bildet einen klar definierten technischen Ausgangspunkt für den Umbau. Originalkomponenten, strukturelle Bedingungen, verfügbarer Einbauraum und zulässige Fahrzeuggewichte beeinflussen die Konstruktion eines Umbaus mit abgesenktem Fahrzeugboden.

Ein Umbausatz für ein rollstuhlgerechtes Fahrzeug muss daher für eine eindeutig spezifizierte Fahrzeugvariante entwickelt werden. Konstruktion, Genehmigung und Montageunterlagen lassen sich nicht von der Fahrzeugspezifikation trennen, für die das System entwickelt wurde.

Fahrzeugvielfalt erhöht den Bedarf an präziser Konstruktion

Der verfügbare Bauraum unterhalb des originalen Fahrzeugbodens wird durch Originalkomponenten und tragende Strukturen bestimmt.

Bei Benzin und Dieselfahrzeugen können dazu unter anderem der Kraftstofftank, die Abgasanlage, die Hinterachse und strukturelle Querträger gehören. Hybridfahrzeuge und elektrische Fahrzeugplattformen bringen zusätzliche technische Aspekte mit sich, darunter:

  • Batteriesysteme
  • Hochvoltverkabelung
  • Kühlkomponenten
  • Schutzstrukturen der Batterie

Die konstruktive Herausforderung besteht nicht nur darin, ausreichend Raum um diese Komponenten zu schaffen. Ihre Position kann die Geometrie des abgesenkten Fahrzeugbodens, die Lage der Befestigungspunkte, die Gestaltung der Rampe, die Bodenfreiheit und das Gesamtgewicht des fertig umgebauten rollstuhlgerechten Fahrzeugs beeinflussen.

Jede Umbaulösung muss deshalb auf einer definierten technischen Spezifikation basieren. Diese Spezifikation bildet die Grundlage für Konstruktion, Prüfung, Fahrzeuggenehmigung und Montage.

Außenmaße bestimmen nicht die tatsächlichen Umbaumöglichkeiten

Die Außenabmessungen eines Fahrzeugs und die veröffentlichten Maße des Laderaums geben nur einen begrenzten Hinweis auf den tatsächlich verfügbaren Raum für einen abgesenkten Fahrzeugboden. Die technischen Möglichkeiten hängen vom Zusammenspiel zwischen der originalen Fahrzeugstruktur und der erforderlichen Umbaugeometrie ab. Mehrere Faktoren müssen gemeinsam bewertet werden:

  • Tiefe und Länge des abgesenkten Fahrzeugbodens
  • Verfügbare Innenhöhe
  • Rampenabmessungen und Bodenfreiheit
  • Achslasten und zulässige Fahrzeuggewichte

Diese Faktoren können nicht unabhängig voneinander optimiert werden.

Eine größere Absenkung des Fahrzeugbodens kann mehr Innenhöhe schaffen, gleichzeitig jedoch die Bodenfreiheit reduzieren oder mit Originalkomponenten kollidieren. Eine Verlängerung des abgesenkten Bereichs kann mehr nutzbare Bodenfläche ermöglichen, aber zugleich die Gewichtsverteilung oder die Position der Umbauteile beeinflussen.

Das Fahrzeug muss deshalb als vollständige technische Konfiguration betrachtet werden und nicht als Sammlung einzelner Maße.

Möglichkeiten zur WAV-Konvertierung

Ein Umbausatz benötigt einen klar definierten Anwendungsbereich

Ein fahrzeugspezifischer Umbausatz muss eindeutig angeben, für welche Fahrzeugspezifikation er entwickelt wurde. Dazu gehören das betreffende Modell, die Antriebsvariante und zusätzliche technische Bedingungen, welche die Anwendbarkeit des Systems bestimmen. Derselbe Anwendungsbereich muss durchgängig in Produktinformationen, Genehmigungsunterlagen und Montageanleitungen verwendet werden.

Professionelle Fahrzeugumrüster können dadurch den richtigen Umbausatz für ein rollstuhlgerechtes Fahrzeug auswählen, ohne selbst beurteilen zu müssen, ob Komponenten oder Montageverfahren auf andere Fahrzeugvarianten übertragen werden können.

Ein klar definierter Produktumfang legt zugleich die Grenzen der entwickelten Lösung fest. Er zeigt präzise, welche Fahrzeugvarianten abgedeckt sind, und vermeidet Unsicherheit, wenn Fahrzeughersteller zusätzliche Varianten innerhalb einer bestehenden Modellreihe einführen.

Die Fahrzeuggenehmigung muss in die Entwicklung integriert werden

Genehmigungsanforderungen müssen bereits bei der Konstruktion eines Umbaus zum rollstuhlgerechten Fahrzeug berücksichtigt werden und nicht erst nach Abschluss des technischen Entwurfs.

Konstruktion, Prüfung, Validierung, Dokumentation und Genehmigung sollten einen zusammenhängenden Entwicklungsprozess bilden. Ein strukturierter Prozess umfasst in der Regel:

  1. Bewertung des Originalfahrzeugs und des verfügbaren Umbauraums
  2. Konstruktion des fahrzeugspezifischen Umbausystems
  3. Prüfung und Validierung der entwickelten Lösung
  4. Erstellung der Genehmigungsunterlagen und Montageanleitungen

Die Verbindung dieser Aktivitäten trägt dazu bei, dass die genehmigte Lösung mit den Komponenten und Montageverfahren übereinstimmt, die professionellen Fahrzeugumrüstern zur Verfügung gestellt werden.

Zudem sinkt das Risiko, dass in einer späteren Entwicklungsphase technische Änderungen erforderlich werden. Werden die Genehmigungsanforderungen von Anfang an berücksichtigt, können Konstruktionsentscheidungen, Prüfprogramm und Dokumentation auf demselben klar definierten Umbausystem basieren.

the changing landscape of wav conversions

Wie B Style fahrzeugspezifische Umbausysteme entwickelt

B Style entwickelt Umbausysteme für rollstuhlgerechte Fahrzeuge auf der Grundlage klar definierter Fahrzeugplattformen und Antriebsvarianten. Unsere Ingenieure bewerten die originale Fahrzeugkonstruktion, die Position der Komponenten, den verfügbaren Umbauraum und die Genehmigungsanforderungen als zusammenhängendes technisches Projekt. Bei Hybridfahrzeugen und Elektrofahrzeugen umfasst diese Bewertung außerdem das Batteriesystem, die Hochvoltkomponenten sowie deren Trag und Schutzstrukturen.

Die technische Lösung wird für die jeweilige Fahrzeugplattform und Antriebsvariante definiert. Unser Ziel besteht darin, den Umbau für den Rollstuhltransport zu integrieren und gleichzeitig die originalen Fahrzeugsysteme beizubehalten, sofern die Plattform dies ermöglicht.

Bei vielen Fahrzeugen spielt dabei der präzise entwickelte Heckausschnitt eine zentrale Rolle. Seine Abmessungen, die angrenzenden Strukturen und die Lage der Befestigungspunkte müssen exakt auf die jeweilige Fahrzeugvariante abgestimmt sein.

Jedes daraus entstehende Umbausystem wird für professionelle Umbaupartner geprüft und dokumentiert. Fahrzeugspezifische Komponenten, Schablonen und schrittweise aufgebaute Montageanleitungen helfen den Partnern, den entwickelten Umbauprozess konsistent zu reproduzieren.

Dieser Ansatz verbindet Konstruktion, Fahrzeuggenehmigung und professionelle Montage in einer eindeutig definierten Umbaulösung.

Prüfung und Zulassung Heckausschnitt

Zentrale Erkenntnisse für professionelle Fahrzeugumrüster

  • Die wachsende Fahrzeugvielfalt erfordert eine präzisere und fahrzeugspezifische Entwicklung
  • Konstruktion, Prüfung, Genehmigung und Dokumentation müssen von Anfang an aufeinander abgestimmt sein
  • Klar definierte Produktumfänge und Montageverfahren unterstützen eine gleichbleibende Umbauqualität

B Style entwickelt fahrzeugspezifische Umbausysteme für professionelle Fahrzeugumrüster. Entdecken Sie unsere verfügbaren Lösungen oder sprechen Sie mit unserem Team über eine bestimmte Fahrzeugplattform.

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