Vertiefter Einstieg oder zusätzliche Trittstufe?
Ein serienmäßiger Einstieg, eine zusätzliche Trittstufe und ein integrierter vertiefter Einstieg bieten unterschiedliche Möglichkeiten, den Zugang für Fahrgäste zu erleichtern. Welche Lösung am besten passt, hängt vom Fahrzeug, der Fahrgastgruppe und vor allem von der Zahl der täglichen Ein- und Ausstiege ab; gerade im professionellen Taxi- und Personenverkehr spielt die Nutzungshäufigkeit eine wichtige Rolle. Im Folgenden zeigen wir die wichtigsten Unterschiede.
Serieneinstieg: originale Bodenhöhe
Beim serienmäßigen Einstieg bleiben die ursprüngliche Bodenhöhe und die werkseitigen Einstiegsstufen unverändert, sodass bauliche Änderungen am Fahrzeug nicht erforderlich sind. Das reicht aus, wenn überwiegend Fahrgäste befördert werden, die problemlos selbstständig ein- und aussteigen können. Für ältere Menschen oder Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität kann ein hoher Einstieg jedoch schwieriger sein, und bei intensivem Taxi- oder Personenverkehr kann eine hohe Einstiegshöhe zudem den Fahrgastwechsel verlangsamen.
Zusätzliche Trittstufe: eine weitere Stufe beim Einstieg
Eine zusätzliche Trittstufe wird unterhalb des vorhandenen Einstiegs angebracht, wodurch der Höhenunterschied zwischen den einzelnen Stufen kleiner wird. Die Montage bleibt vergleichsweise einfach und der ursprüngliche Fahrzeugeinstieg muss nicht verändert werden, was sinnvoll sein kann, wenn der Einstieg erleichtert werden soll, ohne den Einstiegsbereich selbst umzubauen.
Da sich die Trittstufe außerhalb des Fahrzeugs befindet, ist sie Schmutz, Witterung und täglichem Verschleiß ausgesetzt, was bei intensiver Nutzung zusätzlichen Wartungsaufwand bedeuten kann. Eine zusätzliche Trittstufe eignet sich deshalb gut bei moderatem Bedarf an besserer Zugänglichkeit. Bei Taxis und Kleinbussen mit vielen täglichen Ein- und Ausstiegen ist ein integrierter vertiefter Einstieg häufig die passendere Lösung.
Integrierter vertiefter Einstieg: abgesenkter Fahrgastzugang
Bei einem integrierten vertieften Einstieg wird der Fahrgastzugang als Teil des Fahrzeugumbaus tatsächlich abgesenkt, sodass eine zusätzliche außenliegende Trittstufe nicht erforderlich ist. Fahrgäste müssen dadurch insgesamt einen geringeren Höhenunterschied überwinden, was besonders bei intensiv genutzten Taxis und Fahrzeugen zur Personenbeförderung mit vielen Haltepunkten relevant ist. Auch ältere Menschen und Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität profitieren davon.
Ein integrierter vertiefter Einstieg muss für den jeweiligen Fahrzeugtyp entwickelt und fachgerecht eingebaut werden, wofür entsprechendes technisches Know-how erforderlich ist. Ein vorentwickeltes System wie B-Open nimmt dem Fahrzeugumbauer einen großen Teil dieser Entwicklungsarbeit ab: Der Umbau lässt sich schneller durchführen und mit gleichbleibendem Ergebnis wiederholen.